Projekt "Jung trifft Alt"

Naturkindergarten und Albert-Stehlin-Haus - eine Intergenerative Zusammenarbeit

Gemeinsam mit dem Albert-Stehlin-Haus ist der Naturkindergarten im Projekt „Jung trifft Alt“ unterwegs. Das Land Baden-Württemberg hatte Anfang des Jahres 2021 die Kindergartenträger aufgerufen sich mit trägerspezifischen innovativen Projekten (TIP) für eine Förderung zu bewerben. Die Caritas Pforzheim sieht in der alltäglichen Begegnung zwischen Kindergartenkindern, Seniorinnen und Senioren genügend innovatives Potenzial, um sich dem Thema anzunehmen. Neben den oft üblichen Besuchen von Kitas in Altenpflegeheimen zu jahreszeitlichen Festen und Ereignissen, soll ein alltäglicher gemeinsamer Umgang und Begegnungen im Rahmen des Projektes fest installiert werden.

 

Das Projekt wird im Förderprogramm „Trägerspezifische innovative Projekte“ des Landes Baden-Württemberg umgesetzt und aus Mitteln des Bundes im Rahmen des Gute-KiTa-Gesetzes gefördert.

 

Verfolgen Sie in unserem Blog das Projekt

08.09.2022

Die Tage werden kürzer und der Herbst eilt mit großen Schritten heran.

Höchste Zeit also, eines der vier unterfahrbaren Hochbeete neu zu bepflanzen und das Kräuterhochbeet mit winterfesten Kräutern zu verstärken.

So macht sich eine kleine Gruppe auf zum nahegelegenen Gartencenter, um zu schauen, welche Pflanzen sich für unser Vorhaben eignen. Die Entscheidung fällt auf Ackersalat und Chinakohl, Currykraut, Salbei, Liebstöckel runden die Auswahl ab.

 

Schnell finden sich am nächsten Tag zwei Kinder und zwei Seniorinnen, die gemeinsam die neuen Pflanzen einsetzen. Für jeden findet sich eine Aufgabe: es wird die Erde gelockert und glattgezogen, Löcher für die Pflanzen gegraben und so findet jede Pflanze ihren Platz. Damit der Platz im Hochbeet gut genutzt ist, werden noch Radieschen- und Pak Choisamen ausgebracht. Zu guter Letzt werden die Gießkannen gefüllt und die neuen Hochbeetbewohner gründlich mit Wasser versorgt.

22.07.2022

Sommer, Sonne………Sommerfest

Endlich war der 22. Juli da, an dem ein Sommerfest im Naturkindergarten geplant war. Die Eltern und die Bewohnerinnen und Bewohner des Albert-Stehlin-Hauses waren dazu eingeladen. Im Vorfeld wurden Lieder eingeübt und die Vorfreude auf das Fest wuchs von Tag zu Tag.

Am Morgen waren alle aufgeregt und gespannt, was der Tag bereithält. Vom wolkenlosen, blauen Himmel grüßte die Sonne und heizte kräftig ein. Bänke, Tische, Sonnenschirme wurden aufgestellt. Getränke und auch ein großer Grill wurden beigeschafft, sollte es Würstchen geben?

Zur üblichen Abholzeit kamen schon viele Eltern auf das Gelände und brachten eine Fülle selbstgemachter Köstlichkeiten mit. Tatsächlich stand ein Vater am Grill und legte Würstchen auf. Die Kinder und das Team des Naturkindergartens sangen Begrüßungslieder; denn inzwischen waren einige Bewohnerinnen und Bewohner des ASH gekommen bzw. auf das Gelände begleitet worden. Für diese mussten wegen der großen Hitze Schattenplätze gesucht werden. Nun konnten es sich alle schmecken lassen.

Es gab außerdem verschiedene Spielangebote, insbesondere konnten zur Freude aller Riesenseifenblasen gemacht werden.

Zum Abschluss kamen alle am Platz vor dem Tiny-House zusammen, denn der Kindergartenleiter hatte noch etwas für drei Kinder, die nach den Ferien in die Schule kommen, vorbereitet: ein Ratespiel “was gehört in eine Schultüte und was nicht“. Auch drei Erwachsenen, die das Kindergartenjahr zum Team des Naturkindergarten gehört haben, wurde Lebewohl und auf Wiedersehen gesagt. Ein gemeinsames Bewegungslied lockerte die aufkommende etwas traurige Abschiedsstimmung wieder auf. Zur Überraschung aller, gab es für den Kindergarten noch Geschenke. Zwei Bewohnerinnen aus dem ASH hatten für den Naturkindergarten aus Klopapierrollen und Pappmaché schöne, bunte Pilze als Sitze gefertigt. Die drei Vorschulkinder hatten ebenfalls als Sitzmöglichkeiten kleine farbige Holzbänke mit ihren Eltern hergestellt. Als Dankeschön wurde noch einmal gemeinsam ein Lied gesungen.

15.07.2022

Wegweisende Wand entsteht

Der Zugang vom Albert-Stehlin-Haus zum Naturkindergarten hat einen neuen Anstrich erhalten. Kinder haben die Wand mit bunten Farben gestaltet. Wir finden das Ergebnis kann sich sehen lassen.

So findet jeder den Weg in den Naturkindergarten und fühlt sich direkt willkommen.

23.06.2022

Und plötzlich steht der Eiswagen vor dem Naturkindergarten

Heute war ein besonderer Tag im Naturkindergarten – das Johannifest. Hier feiern wir, dass der Sommer da ist und uns mit so viel leckeren Dingen aus unserem Garten beschenkt. Mit allen Sinnen wurde das Fest gefeiert. Wir hörten die biblische Erzählung von Johannes dem Täufer als er Jesus im Jordan getauft hat. Wir sangen fröhliche Sommerlieder und tanzten dazu.

Wir pflückten Obst und bereiteten daraus Obstquark zu. An verschiedenen Spielstationen konnten wir unsere Geschicklichkeit ausprobieren. Und zur Krönung des Tages stand plötzlich der Eiswagen vor unserem Kindergarten, was für eine Überraschung. Jedes Kind kaufte sich eine Kugel Eis. Und einige Bewohnerinnen aus dem Albert-Stehlin-Haus waren auch gekommen und so schleckten wir alle gemeinsam unser Eis.

15.06.2022

Altenpflegeheim wird zu Kindergarten

Mit unseren mobilen Spielinseln können wir im Albert-Stehlin-Haus sehr flexibel und kurzfristig freie Flächen zu kindgerechten Spiel- und Beschäftigungsbereichen umbauen. So nutzen wir den schönen und großzügigen Eingangsbereich und bieten den Kindern einen vorbereiteten Bereich mit Garderobe, Spielteppichen, Malbereich, Brettspielen, Bücherkiste u.v.m. . Die Eltern bringen an einem solchen Tag ihr Kind nicht ans Tor zum großen Naturkindergartengelände, sondern kommen zum Haupteingang des Albert-Stehlin-Hauses herein und übergeben die Kinder dort. Bis zum Morgenkreis ist genügend Zeit riesige Holzeisenbahnlandschaften zu bauen, Brettspiele zu machen oder zu malen und basteln.

Dann beginnt der Morgenkreis als tägliches gemeinsames Ritual, oftmals unter Begleitung der Bewohnerinnen und Bewohner. Danach geht es ins Freie auf das Gelände des Naturkindergarten. Beim Weg durch das Pflegeheim begegnen wir mancher Bewohnerin, es gibt ja immer etwas zu erzählen. Und am Aquarium kommen wir ohne kurzen Stopp auch nicht vorbei. Wenn wir Glück haben können wir mit einer Alltagsbegleiterin sogar die Fische füttern.

09.06.2022

Komm wir gehen auf Beerenjagd

Der Juni bringt uns neben reichlich Sonnenschein auch die ersten Früchte. Eine gute Gelegenheit diese im Innenhof des Albert-Stehlin-Hauses zu ernten. Anschließend wurden diese gemeinsam von den Kindern und Bewohnerinnen gewaschen und geschnitten und zu einem leckeren Früchtequark verarbeitet. Den haben wir uns gut schmecken lassen.

Am nächsten Tag erreichte eine Großlieferung Erdbeeren das Albert-Stehlin-Haus. Schnell fanden sich einige Kinder, die die Bewohnerinnen und Bewohner dabei unterstützten diese zu schneiden. als Dankeschön gab es für den Naturkindergarten ein paar Gläser leckere Erdbeermarmelade.

30.05.2022

Wer ernten will muss auch säen …

Im März haben die Kinder Paprikasamen ausgesät und jetzt wurde es höchste Zeit diese auszupflanzen. Schnell fanden sich drei Kinder, die das zusammen mit drei Bewohnerinnen und Bewohner, die kurzerhand von den Kindern eingeladen wurden, übernehmen wollten. Zuerst wurden im unterfahrbaren Hochbeet gemeinsam die Radieschen geerntet. Anschließend wurde die Erde gut durchgehackt. Dann konnten die Paprikapflanzen eingesetzt werden. Die Kinder übernahmen dann das Gießen der Pflänzchen und wir warten gespannt darauf, wann wir die erste Paprika ernten können.

18.05.2022

Es gibt kein schlechtes Wetter, nur schlechte Kleidung

Im Alltag des Pflegeheimes spielt wettergerechte Kleidung eher keine große Rolle. Bei einem Besuch des Naturkindergartens kann dies ein Hindernis sein. Daher gibt es jetzt am Ausgang eine Garderobe an der sich die Bewohnerinnen, Bewohner und deren Begleitungen, seien es Fachkräfte oder Angehörige kurzerhand bedienen können und die erforderliche Kleidung, Regenschirme und Decken ausleihen können. Einem spontanen Besuch im Naturkindergarten steht so nichts mehr im Wege.

05.05.2022

Frühlingslieder – eine CD entsteht – gemeinsamer Singkreis

Die linden Lüfte sind erwacht und endlich zeichnet sich eine leichte Entspannung bei der Pandemie ab. Dies ermöglicht uns wieder mehr Freiheiten in den Begegnungen zwischen Jung und Alt. Eine Pflanzaktion an den Hochbeeten begann. Im Innenhof des Heimes sangen die Kindergartenkinder Frühlingslieder und verschenkten selbstgebastelte Frühlingsblumen an die Bewohnerinnen und Bewohner. Ein gemeinsames Waffelessen schloss sich an.

Die Lieder machten so viel Spaß, dass wir beschlossen einige davon auf CDs zu brennen und auf den Stationen zum Abspielen zu verteilen. Zusammen mit selbstgemachten Osterhasen aus Holzscheiten und Rinde brachten einige Kinder diese in das Albert-Stehlin-Haus.

Wir freuen uns, dass jetzt auch wieder mehr Begegnungen zwischen „Jung und Alt“ möglich sind. So besuchten wir eine Wohngruppe bei ihrem wöchentlichen Singkreis. Gemeinsam sangen wir alte bekannte Frühlingslieder wie „Die Vogelhochzeit“. Dieser Klassiker ist sowohl den Bewohnerinnen und Bewohnern des Pflegeheims wohl bekannt, als auch den Kindern. Wer wollte konnte den Text im Liederheft mitlesen, aber die meisten Senioren kennen ihn noch aus eigenen Kindertagen auswendig. Und die Kinder kennen die Strophen auch bereits aus den Morgenkreisen. Das verbindet, wenn Jung und Alt spaß an diesen fröhlichen Frühlingsliedern haben. In solchen Situationen entsteht eine eigene Dynamik, als einige Kinder bei den Liedern anfangen zu klatschen, machen die Senioren selbstverständlich auch mit, die Freude ist in den Gesichtern aller zu sehen.

25.04.2022

Intergenerativer Osterrundweg erfolgreich beendet

In der Vorbereitung auf Ostern wurden mit den Kindern des Naturkindergartens biblische Geschichten erarbeitet. Die religionspädagogischen Einheiten erstreckten sich über einen zweiwöchigen Zeitraum vor Ostern und befassten sich mit verschiedenen Stationen im Leben von Jesus. Für die Kinder sollte somit erfahrbar werden, dass das an Weihnachten geborene Christkind und der an Ostern auferstandene Jesus ein und dieselbe Person sind. Mittels Tücher und Naturmaterialien wurde jede Station rund um das Lagerfeuer im Tipi anschaulich gestaltet.

Um die Besichtigung des liebevoll gestalteten szenischen Aufbau den Kindergarteneltern und auch den Bewohnerinnen und Bewohnern des Pflegeheims zu ermöglichen, wurden die einzelnen Szenen gemeinsam mit den Kindern aus dem Tipi nach draußen gebracht. An acht Stationen rund um, den barrierefreien Rundweg entstand so ein Osterrundweg, der während der Öffnungszeiten des Naturkindergarten von allen Interessierten begangen werden konnte. Für die Bewohnerinnen und Bewohner und auch deren Angehörige konnte der Osterrundweg auch außerhalb der Öffnungszeiten, also auch an den Osterfeiertagen besichtigt werden. Dies war möglich, da das Albert-Stehlin-Haus über einen gesonderten Eingang zum Gelände des Naturkindergartens verfügt.

Gemeinsam mit den Kindern wurde im Albert-Stehlin-Haus Werbung für die Aktion gemacht, in allen Wohnbereichen wurden Hinweisschilder aufgestellt und die Bewohnerinnen und Bewohner herzlich eingeladen. An den einzelnen Stationen war auf einer Tafel der Text der biblischen Erzählung nachzulesen und die Szene entsprechend gestaltet. Die Kinder konnten an den ausgestellten Szenen mit den Materialien spielen und so die Erzählung anschaulich nachempfinden.

Nach fast zwei Wochen und nur einmal Regen hat der Rundweg viel positiven Anklang erfahren und soll im nächsten Jahr erneut angeboten werden.

08.04.2022

Nasser Tag - "lange Nacht"

Am 8. April 2022 plante der Caritasverband für seine Kitas, Horte und Familienzentren eine „lange Nacht“ von 17 bis 20 Uhr. Damit sollten beruflich oder sonstig Interessierte, Nachbarn und (zukünftige) Eltern angesprochen werden. Selbstverständlich nahm der Naturkindergarten daran teil und bereitete sich sorgfältig darauf vor.

 

 

 

 

Als besonderes Angebot waren Flammkuchen aus dem Holzbackofen vorgesehen. Hierzu waren die Bewohnerinnen und Bewohner des Albert-Stehlin-Hauses eingeladen, damit sie auch das Gelände besser kennenlernen können. Nach zuvor wunderschönen Frühlingstagen zeichnete sich aber eine deutliche Wetterverschlechterung ab.

Je näher der Beginn der „langen Nacht“ kam desto heftiger fiel Regen mit Böen, Gewitter und es kühlte deutlich ab. Dennoch kamen vereinzelt Interessierte. Hingegen konnten sich die Seniorinnen und Senioren aufgrund der Wetterlage nicht aus dem Heim wagen. Was nun mit den versprochenen Flammkuchen machen?

Nach kurzer Rücksprache zwischen Mitarbeitenden beider Einrichtungen und dem Projektteam, das für die Zubereitung zuständig war, wurde ein „Lieferdienst“ in das Heim beschlossen. Mit Backblechen zum Abdecken der Flammkuchen eilten die Beteiligten zwischen Ofen und Heim hin und her. Ein Junge aus dem Kindergarten half dabei tatkräftig mit. Der Appetit der Bewohnerinnen und Bewohner war so erfreulich groß, dass die „Lieferung“ fast nicht hinterher kam.

23.03.2022

Aufregende Veränderungen

Nach den Weihnachtsferien erwarteten uns aufregende Wochen. Wie berichtet wurde der Platz vor dem Tiny-House bereits im November 21 gepflastert. Nun war im Januar 2022 geplant, dass die Wege vom und zum Albert-Stehlin-Haus und auch in unserem Gelände fest und barrierefrei angelegt werden, damit die alten Menschen leichter zu uns kommen und wir sie besuchen können.

Tatsächlich kamen Mitte Januar 2022 Mitarbeiter der Garten- und Landschaftspflege von der Caritas-Reha-Werkstatt mit vielen Geräten (sogar einem kleinen Schaufelbagger!) und Bergen von Baumaterialien. Für die Kinder des Naturkindergartens war es nicht nur interessant und spannend diesen zuzuschauen, sondern noch vielmehr entstand der Wunsch tatkräftig mitzumischen. Sie füllten immer wieder voller Begeisterung ihre Schubkarren mit Kies und Erde, ihre Schaufeln und Besen waren dauernd im Einsatz, damit die Arbeiten voran gingen. Manchmal war es sehr laut und die Kinder konnten auch nicht so frei wie sonst umherspringen. Dennoch hielt ihr Fleiß an. Ihre Eltern konnten an der Kleidung ablesen, wie fest ihre Mädchen und Jungen mitgeschafft haben, denn die in einem Naturkindergarten übliche „Schmutzschicht“ war noch dicker als sonst. Es hatte zuvor viel geregnet und auch durch die Arbeiten war der Boden matschig.

Jeden Tag ging es voran und die Kinder hatten manchen Spaß mit den Landschaftsgärtnern und umgekehrt ebenso. Während der Arbeiten Anfang Februar war noch eine besondere Lieferung eingetroffen, vor der alle Kinder und Erwachsenen gespannt standen. Ein stakeliges, schwarzes Metalllgebilde stand da – endlich der Holzbackofen! Wenige Tage später durften alle schmecken, wofür der Ofen gut ist. Selbstgebackenes, leckeres Brot und feinen Kuchen gab es zum Vespern.

Es hörte aber immer noch nicht auf mit den Veränderungen auf unserem Gelände. Vier große „Holzkisten“ wurden aufgestellt, die gemeinsam mit Blättern und Zweigen gefüllt wurden. Darin sollen bald Pflanzen wachsen, welche zusammen mit den Nachbarn vom Seniorenheim gesetzt werden. Es handelt sich um die geplanten, mit Rollstühlen unterfahrbaren Hochbeete. Schnell entdeckten die Kinder, dass sich die Hohlräume der Hochbeete wunderbar als Wolfshöhlen umgestalten lassen. Das „Geheule“ war gruselig. 

Die Wege waren Mitte Februar schon fast fertig und es sah so schön aus, dass wir mit den Gärtnern, Bewohnern aus dem Albert-Stehlin-Haus und unserem Kindergarten ein Fest am 23.2. planten.

Am Morgen des 23. war der Himmel blau, die Sonne schien warm, also alles bestens. Dann kam die Nachricht, dass niemand vom Heim kommen darf, da dort neue Corona-Fälle aufgetreten sind. Mit Liedern bedankten sich die Mädchen und Jungen bei den Landschaftsgärtnern. Danach gab es Würstchen vom Grill mit frisch gebackenem Brot aus dem Holzbackofen. Die Kinder waren nach den anstrengenden Arbeitswochen kaum satt zu kriegen, manche von ihnen schafften sogar vier Würstchen. Zum Nachtisch gab es noch frischgebackenen Kuchen aus dem Holzbackofen. Auch der passte noch in die kleinen und großen Mägen.

Hoffentlich gibt es immer wieder solche Anlässe, bei denen dann auch wirklich die Bewohnerinnen und Bewohner des Albert-Stehlin-Hauses mitfeiern können.

11.03.2022

Outdoorinstrumente laden zur Begegnung ein

Im Projekt „Jung trifft Alt“ möchten wir unterschiedlichste Begegnungsanlässe zwischen den Kindern und den Bewohnerinnen und Bewohnern des Pflegeheims entstehen lassen. Hier sollen ungeplante, spontane Begegnungen das gemeinsame Tun anregen und ermöglichen. Alte Menschen und Kinder treffen sich, haben ein gemeinsames Interesse und begeben sich spontan in eine gemeinsame Handlung, sie tauschen sich darüber aus und entwickeln die Begegnung weiter. Ein solcher Begegnungsanlass werden zukünftig zwei Outdoorinstrumente sein. Mittels Robinien Stämmen wurden gemeinsam mit den Kindern zwei Klangstationen am neu angelegten Weg auf dem Gelände des Naturkindergartens aufgebaut. Die Kinder waren bei der Planung, dem Sägen, dem Verschrauben und Schleifen tatkräftig dabei. Eine Station besteht aus wohlklingenden Robinienhölzern, an der zweiten Station werden nach und nach alte und neue klingende Alltagsgegenstände angebracht. So entstehen Anlässe zum gemeinsamen musizieren und auch Austausch über die Materialien und Gegenstände. So stellte die Oma eines Kindes eine alte gefederte Wäschepresse aus Kupfer zur Verfügung. Dieses historische Hilfsmittel klingt nicht nur schön, es regt auch an darüber nachzudenken, nachzufragen und zu erfahren, für was es ursprünglich mal gebraucht wurde.

22.12.2021

„Jung trifft Alt“ im Advent

Was war das beim Basteln ein nettes Miteinander zwischen Jung und Alt. Es beflügelte Ideen und Gedanken, was wir in der Adventszeit gemeinsam unternehmen. Es reichte vom Adventskranz binden zum Brötchen backen über gemeinsames Singen bis und, und …….

Was wurde daraus? Das Corona-Virus bremste fast alles aus. Die Kinder durften aufgrund der Hygienevorschriften das Albert-Stehlin-Haus nicht betreten. Das hinderte uns aber nicht, weitere Vorarbeiten für Treffen nach den hoffentlich abnehmenden Inzidenzen zu tätigen. So wurden bauliche Veränderungen für barrierefreie Begegnungen vorgenommen, z.B. wurde der Platz vor dem Tiny-Haus gepflastert, an den Wegen gearbeitet und manches mehr.

Der zwischenmenschliche Kontakt war aber damit nicht erreicht. Wenn wir uns nicht treffen dürfen, dann sollen die Bewohner-/innen des Albert-Stehlin-Hauses wenigstens erfahren, was alles Schönes in der Adventszeit im Naturkindergarten stattfindet. Wie können wir die alten Menschen daran teilhaben lassen? Das führte zu der Idee eine Weihnachtszeitung zu gestalten. Berichte, Bilder aus dem Naturkindergarten, ergänzt durch Gedichte und Gedanken zur Winter- und Weihnachtszeit flossen darin ein. Für die Titelseite malten die Kinder Bilder, welche auf die Vorderseite der einzelnen Exemplare aufgeklebt wurden. Zwölf Seiten kamen zustande.

Die Grüße des Naturkindergartens wurden am 22. Dezember der Heimleitung, mit der Bitte die Zeitungen an alle Bewohner-/innen zu verteilen, ausgehändigt. Die Eltern der Kindergartenkinder erhielten ebenfalls ein Exemplar.

Wir hoffen, dass der Elan und die Freude bei der Herstellung der Zeitung sich auf die Leser-/innen übertragen.

29.10.2021

Gemeinsames Windlichter gestalten

Die Bäume verlieren ihre Blätter, die Tage werden kürzer …der Herbst ist da. Mit selbstgestalteten Windlichtern wollen wir Licht und Farbe mit hinüber nehmen in diese Jahreszeit.

An einem Vormittag haben wir uns auf dem Gelände des Naturkindergartens mit einigen Kindergartenkindern und Bewohnerinnen des Albert-Stehlin-Hauses zum gemeinsamen Basteln verabredet.

Schnell entstanden dabei kleine Teams in denen Jung und Alt gemeinsame Ideen für die Gestaltung der Windlichter entwickelten. Es wurden eifrig Gläser mit Kleister bestrichen und dann mit bunten Pergamentpapierschnipseln beklebt.  Für aufmerksame Beobachter war dabei zu bemerken, wie selbstverständlich sich gegenseitig unterstützt und geholfen wurde.

So entstanden viele bunte Windlichter und das gemeinsame Tun bereitete allen Beteiligten sichtlich Freude.

21.09.2021

Themenreihe Altersbilder der Kinder

Im Rahmen des täglichen Morgenkreises wurde an mehreren Tagen das Thema „ältere Menschen“ in unserem Umfeld mit den Kindern bearbeitet. Zunächst sollten die Kinder erzählen, was sie über alte Menschen wissen. Sie erzählten, dass alte Menschen langsam gehen, manche einen Rollator oder einen Stock benötigen. Sie erzählten, dass alte Menschen graue Haare haben, eine Brille brauchen und dass sie älter sind als sie selber. Oft benutzten Sie für ältere Menschen die Begriffe Oma oder Opa. Die meisten Kinder haben noch Großeltern im Erwerbsalter, sie gelten für die Kinder aber auch als alt, die eigenen Eltern jedoch nicht.

In einer weiteren Einheit haben wir uns im Albert-Stehlin-Haus einen Rollstuhl und einen Rollator ausgeliehen. Zunächst untersuchten wir die beiden Hilfsmittel, entdeckten die Bremsen, Sitzflächen, Taschen und Haltegriffe. Anschließend hatten die Kinder die Gelegenheit die beiden Hilfsmittel auf dem Naturkindergarten-Gelände in allen Lebenslagen zu testen. Im Gras war das Schieben anstrengender, einen kleinen Berg hinunter muss man ganz schön bremsen, damit der Rollstuhl nicht zu schnell wird. Es braucht Vertrauen im Rollstuhl zu sitzen und geschoben zu werden.

Am letzten Vormittag sollten die Kinder erzählen, was sie mit ihren Großeltern am liebsten machen. Sie gehen mit ihnen gerne Eis essen, spielen Puzzle, kochen und backen.

Durch diese Einheiten hatten die Kinder die Gelegenheit sich dem Thema spielerisch und sinnlich zu nähern. Für die pädagogischen Fachkräfte ist es sehr aufschlussreich die Altersbilder der Kinder kennen zu lernen, um sie mit ihnen gemeinsam zu pflegen oder sie gegebenenfalls auch in Relation zur Alltags-Wirklichkeit zu verifizieren.

10.09.2021

Projekt „Jung trifft Alt“ im Juli 2021 gestartet

Der Caritasverband e.V. Pforzheim eröffnete im Juni 2019 den intergenerativen und tiergestützten Naturkindergarten auf einem über 3500 qm großen Grundstück in der Wolfsbergallee. In unmittelbarer Nähe befindet sich das Albert-Stehlin-Haus (Pflege und Wohnen im Alter). Es bestand daher von Anfang an die Absicht intergenerativ zusammenzuarbeiten. Dahinter steht die Idee, dass zwischen den jüngsten und den ältesten Altersgruppen Beziehungen nicht nur

entstehen, sondern vertieft werden. Nach anfänglichen Begegnungen und Aktionen konnten diese aufgrund der Corona Pandemie nicht weiterverfolgt werden.

Das Land Baden-Württemberg schrieb Anfang des Jahres 2021 „Trägerübergreifende innovative Projekte“ (TiP) aus, finanziert vom Bund über das „Gute-Kita-Gesetz“. Wir entschlossen uns daher, einen Antrag auf Projektförderung für das Vorhaben „Jung trifft Alt“ zu stellen, denn damit kann eine tragfähige Ausgangsbasis für das intergenerative Agieren geschaffen werden.

Erfreulicherweise erhielten wir im Juli 2021 den Zuwendungsbescheid des Landes und konnten bereits zum 15. Juli die Stelle des Projektleiters besetzen. Dieser knüpfte sofort erste Kontakte zu den beiden Einrichtungen, hospitierte dort und vereinbarte mit beiden Teams erste Schritte.

Bei einem Plantag mit dem Team des Naturkindergartens wurde eine Fülle von Ideen entwickelt, die nun auf ihre Umsetzung warten. Diese Aktionen wurden bei einem Elternabend vorgestellt und ohne Vorbehalte angenommen.

Zwischenzeitlich konnten auch die weiteren für das Projekt genehmigten Stellen besetzt werden. Als nächste Schritte sind Hospitationen des Kindergartenpersonals und des Projektteams im Albert-Stehlin-Haus geplant. Auch umgekehrt werden Möglichkeiten für die Hospitation der Mitarbeitenden des Albert-Stehlin-Haus im Naturkindergarten geschaffen.

Kontakt und Infos

Haben Sie Fragen? Benötigen Sie weitergehende Informationen? 

Steffen Brade
Projektleitung "Jung trifft Alt"
steffen.brade (at) caritas-pforzheim.de

Stefan Kellenberger
Leitung Naturkindergarten
stefan.kellenberger (at) caritas-pforzheim.de

Kontakt
Wolfsbergallee 69a
75177 Pforzheim
Telefon (07231) 128-195
Telefax (07231) 128-197
naturkindergarten (at) caritas-pforzheim.de
 

Jonas Kuhls
Leitung Albert-Stehlin-Haus
jonas.kuhls (at) caritas-pforzheim.de

Kontakt
Wolfsbergallee 71
75177 Pforzheim
Telefon (07231) 128-444


Anfahrt

Caritasverband e. V. Pforzheim

Blumenhof 6 
75175 Pforzheim

Telefon (07231) 128-0 
Telefax (07231) 128-110 
info (at) caritas-pforzheim.de 

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