Angebote

Wir sind eine Angebotsschule mit gleichrangigen Schwerpunkten:

  • schulische Bildung und Entwicklung von Fähigkeiten und Fertigkeiten zur persönlichen Teilhabe an der Welt/Aneignung von Welt entsprechend den individuellen Möglichkeiten der einzelnen Kinder
  • Förderpflege zur Sicherung von Grundbedürfnissen
  • bewegungsfördernde und therapeutische Maßnahmen, um die individuelle Ausgangslage der Schüler zu verbessern, zu stabilisieren oder zu halten


Im Rahmen der Elternarbeit geben wir Hilfen bei der Bewältigung anstehender Probleme, beraten und helfen in allen sozialen Belangen.

Zu unseren Angeboten gehören:

Unterricht

Unterricht

Ausgehend von der Prämisse, dass unsere Schule wesentlicher Lebensraum für Schülerinnen und Schüler ist, müssen sich die Angebote und Aktivitäten an deren Bedürfnissen ausrichten. Im Rahmen einer ganzheitlichen Auffassung von Unterricht bilden Lernen in allen Dimensionen, Therapie und Pflege eine nicht zu trennende Einheit.

In Abhängigkeit von den sehr unterschiedlichen Voraussetzungen und Bedürfnissen unserer Schülerinnen und Schüler bilden die Bildungspläne der Grundschule, der Förderschule oder der Schule für Geistigbehinderte eine Grundlage für den Unterricht. In analoger Weise und durch Miteinbeziehung erforderlicher therapeutischer Maßnahmen ist der Unterricht gekennzeichnet durch

  • Individualisierung
  • Differenzierung
  • Anschauungs- und Lebensnähe
  • Zukunftsorientierung


Für uns Lehrkräfte bedeutet dies, den Balanceakt zwischen

  • Instruktion und Konstruktion
  • Angebot und freier Lernsituation
  • Verbindlichkeit und Offenheit
  • individuellen und gesellschaftlichen Ansprüchen


für die Schülerinnen und Schüler gewinnbringend zu gestalten.

Wir sind dabei Berater und Begleiter in Lernprozessen, die Strukturen schaffen und Entscheidungen ermöglichen, wie unter anderem

  • kommunikative Situationen gestalten
  • Lernen auf unterschiedlichen Wegen anbieten
  • Selbsttätigkeit initiieren
  • auf außerschulisches Leben vorbereiten
  • sich der außerschulischen Realität bewusst sein und diese miteinbeziehen
  • Eltern als Partner im Erziehungsprozess annehmen und deren Vorstellungen respektieren


​​​​​​​und sind uns bewusst, dass der Lehrende nicht über den Lernenden verfügen darf.

 

Bewegungsförderung

Bewegungsförderung

Die Bewegungsförderung an der Anna-Bertha-Königsegg-Schule umfasst folgende Bereiche:

  • Psychomotorik
  • Schwimmen
  • Physiotherapie
  • Ergotherapie
  • Rollstuhlsport
  • Rückenschule

Psychomotorik

Psychomotorik an der Schule für Körperbehinderte heißt:

Bewegungsräume entwerfen und finden, in denen das Kind sich, seinen Körper, seine Fähigkeiten aber auch Einschränkungen bewusster wahrnimmt, sich akzeptiert und selbständiger wird.

Bewegen und bewegt werden, spüren, Spaß haben und Bewegungsfreude erleben - diese Faktoren leisten einen wichtigen Beitrag zu einer Auseinandersetzung mit sich selbst, den Mitmenschen sowie den Dingen aus unserer Umwelt.

Schwimmen

Der Aufenthalt im Wasser bedeutet für Kinder mit einer Körperbehinderung eine wesentliche Erweiterung ihrer Bewegungsmöglichkeiten.

Es gibt

  • Kinder, die im Wasser ein deutlich verringertes Maß an Bewegungsunterstützung als "an Land" benötigen und
  • Kinder, die sich sogar ganz frei im Wasser bewegen können, ohne wie außerhalb des Wassers auf andere Personen oder Hilfsmittel angewiesen zu sein.


Die Ursachen dafür liegen in den Eigenschaften des Wassers. Vor allem der Auftrieb im Wasser verursacht eine Gewichtsreduzierung und fördert die Entspannung der Muskeln, was dann die Ausführung von Bewegungen erleichtert.

Wasser kann zunächst aber auch bedrohlich wirken - Schwerelosigkeit, erschwerte Atmung, Wasserkontakt im Gesicht, ... Deswegen kommt der Wassergewöhnung eine bedeutende Rolle zu, in der sich die Kinder auf spielerische Weise mit dem Element Wasser vertraut machen. Sie lernen im Laufe der Zeit, den Aufenthalt im Wasser angstfrei zu genießen und Vertrauen in ihre Fähigkeiten aufzubauen. Die Wassergewöhnung stellt die Grundlage für weitere Zielsetzungen dar, manche SchülerInnen erlernen darauf aufbauend einfache Schwimmtechniken.

Erfolgserlebnisse im Rahmen des Schwimmens tragen zur Steigerung der Selbstsicherheit, des Selbstwertgefühls und der Selbstverwirklichung der SchülerInnen bei.

Physiotherapie

An der Anna-Bertha-Königsegg-Schule arbeiten Ergo- und Physiotherapeutinnen mit unterschiedlichen Zusatzqualifikationen (Bobath-, Vojtatherapie, Hippotherapie, Castillo- Morales- Therapie, Sensorische Integrationstherapie, Neurophysiologische Entwicklungsförderung, Aufmerksamkeitstraining, Basale Stimulation u.a.). Regelmäßige Hilfsmittelberatungen in Kooperation mit Sanitätshäusern und Herstellern von Hilfsmitteln runden das therapeutische Angebot unserer Schule ab.

Die Bewegungsentwicklung eines Menschen ist für seine Lebensqualität und Selbständigkeit sowie für seine geistige, emotionale und soziale Entwicklung von zentraler Bedeutung. Deshalb ist Bewegungsförderung eine wichtige Aufgabe und Lernen durch Bewegung nimmt einen großen Stellenwert im Unterricht ein.

Inhalte der Bewegungsförderung sind u.a. das Anbahnen und Einüben von Bewegungsabläufen, die Integration der gelernten Bewegungen in den Alltag und damit die Hinführung zu größtmöglicher Selbständigkeit und Unabhängigkeit in lebenspraktischen Bereichen. Weiterer Schwerpunkt ist Versorgung mit individuell angepassten Hilfsmitteln und das Einüben in ihren Gebrauch.

Die Physiotherapie ist ein wichtiger Bestandteil der schulischen Förderung von körperbehinderten Schüler/innen. Sie ist eine dauerhafte Aufgabe und wird in Einzel- oder/und in Gruppentherapie durchgeführt. In der Einzeltherapie kann ganz gezielt auf die Behinderung des Einzelnen eingegangen werden, in der Gruppentherapie steht das psychische Erlebnis der Gemeinsamkeit im Schul- und Behindertensport im Vordergrund.

Die Physiotherapeuten bilden mit den Mitarbeitern aller Fachbereiche ein interdisziplinäres Team, wobei sich die physiotherapeutische Arbeit in vier Bereiche aufteilen lässt:

 

1. Physiotherapeutische Einzelbehandlungen, auch auf neurophysiologischer Grundlage (z.B. Bobath, Vojta, SI, PNF, etc.). In Anpassung an die jeweilige Behinderung des Kindes fließen unter anderem folgende Behandlungsmethoden und -ziele mit ein:

  • Verbesserung der Atmung
  • Förderung der Kau- und Schluckfähigkeit
  • günstige Beeinflussung der Muskelspannung
  • Kontrakturprophylaxe
  • Kräftigung der Muskulatur
  • Anbahnung physiologischer Bewegungsabläufe
  • Erlernen einer altersgemäßen Fortbewegung
  • Gangschulung
  • Manuelle Therapie
  • alternative Behandlungstechniken (z.B. Shiatsu-Behandlungen)


2. Beratung und Unterstützung bei der Versorgung mit Hilfsmitteln (z. B. Rollstuhl, Orthesen, etc.) sowie deren Anpassung an die weitere Entwicklung beziehungsweise an motorische und statische Veränderungen des Kindes.

3. Einführung, Anleitung und Beratung der pädagogischen und pflegerischen Mitarbeiter beim Einsatz von Hilfsmitteln im Schulalltag zur Fortbewegung, Lagerung und Kommunikation. Begleitung und Unterstützung der Eltern bei behinderungsspezifischen Problemen.

4. Ständige interne und externe Weiterbildung, sowie der weitere Austausch mit anderen schulischen Einrichtungen.

Ergotherapie

Wir Ergotherapeuten begleiten und unterstützen Ihr Kind, wenn es in seiner Selbständigkeit und Handlungsfähigkeit einen erhöhten Förderbedarf hat. Alle in der Therapie angebotenen Aktivitäten, Spiele, Handwerksarbeiten und Übungsprogramme sollen für Ihr Kind in einem sinnvollen Handlungszusammenhang stehen.

Ziele hierbei sind:

  • Bewegungsabläufe, Tonusregulation und Koordination zu verbessern
  • Sinneswahrnehmungen umzusetzen und zu integrieren (sensorische Integration)
  • Körperwahrnehmung und Körperschema zu verbessern
  • kognitive Fähigkeiten wie Konzentration, Ausdauer und Gedächtnisleistungen zu entwickeln und zu verbessern
  • sozio-emotionalen Steuerungen, Affekte, Motivation und Kommunikation zu entwickeln und zu verbessern


Wir bieten an:

  • Einzeltherapie bis 45 Minuten
  • Gruppentherapie (Feinmotorik, Graphomotorik, Psychomotorik)
  • Elternarbeit
  • Hilfsmittelversorgung


Wir arbeiten in Anlehnung an folgende therapeutische Behandlungskonzepte:

  • Sensorische Integrationstherapie
  • Affolter
  • Frostig
  • Fröhlich
  • Pörnbacher
  • Verena Schweizer

Rollstuhlsport

Über den Rollstuhlsport vermitteln wir den Kindern eine effektive Nutzung des Rollstuhles. Der sichere Umgang mit demselben soll ihnen zu so viel Selbständigkeit wie möglich verhelfen.

Innerhalb der Übungsgruppen geht es um die Bewältigung von alltäglichen Bewegungsabläufen. Den Kindern wird über den sportlich - sozialen Anreiz und das Spiel die Freude an der Bewegung vermittelt. Dadurch erfahren und erlernen sie verschiedene Bewegungsmöglichkeiten mit ihrem Hilfsmittel.

Rückenschule

Fallen bereits 20 - 40% aller Schulkinder mit Haltungsschwächen auf, so liegt dieser Prozentsatz bei bewegungsbeeinträchtigten Kindern wesentlich höher. Aus dieser Erkenntnis und Notwendigkeit heraus wird bei uns die psychomotorische Rückenschule für Kinder seit dem Schuljahr 2002 / 2003 angeboten.

Die Rückenschule möchte:

  • Das Bewusstsein der Kinder für rückenfreundliches Bewegungsverhalten und Körperhaltungen im Alltag spielerisch wecken
  • Rückenfreundliches Bewegen, als eine Möglichkeit zur Steigungerung der Gesundheit und Lebensqualität kennenlernen
  • Kein leistungsorientierter, sondern erfahrungsreicher, freudbetonter Umgang mit dem Körper sein
  • Eine Verschlechterung von Haltungsauffälligkeiten aufhalten
  • Muskuläre Leistungsfähigkeit und Koordination steigern
  • Körperbewusstsein erlangen

Kommunikationsförderung

Kommunikationsförderung

Die Kommunikationsförderung an der Anna-Bertha-Königsegg-Schule umfasst:

  • Unterstützte Kommunikation
  • Talkerrunde
  • Sprachförderung

Unterstützte Kommunikation

Kinder, die nicht oder kaum verständlich sprechen können, lernen in unserer Schule "unterstützt" zu kommunizieren.

Das heißt, dass sie zusätzlich zu ihren vorhandenen Möglichkeiten lernen, sich über Gebärden, durch das Zeigen auf grafische Symbole oder mit technischen Hilfsmitteln auszudrücken.

Das Ziel Unterstützter Kommunikation ist:

  • sich besser verständlich machen
  • besser verstehen, was geschieht


So können sie beispielsweise ...

... mit Bildsymbolen ein Lied aussuchen, das gesungen werden soll   
... im Unterricht mit einem Talker mit zwei Tasten ihr Wissen zeigen
... mit dem Tagebuch von etwas erzählen
... wissen, was mit ihnen geschieht
... mit Gebärden von ihrer Lieblingssendung berichten
... nach Personen fragen, die sie vermissen
... mitspielen und gewinnen

Talkerrunde

In der Talkerrunde treffen sich alle Schülerinnen und Schüler, die unter anderem mit einem Talker (elektronische Kommunikationshilfe) kommunizieren.

Dort

  • trifft man sich einmal wöchentlich
  • macht Spiele
  • liest Bücher
  • erzählt mit dem Talker
  • bearbeitet bestimmte Themen


​​​​​​​Die Kinder lernen dabei:

  • dass und wie sich andere Kinder mit dem Talker mitteilen können
  • sich gezielt mit dem Talker auszudrücken
  • den Wortschatz des Talkers zu nutzen

Sprachförderung ...

... mit dem Ziel, die Kommunikationsfreude beim Kind für den lautsprachlichen Bereich zu wecken und zu fördern.

Sprachförderung in den Klassen durch spielerische Übungsformen
Sprachverständnis eilt dem aktiven Sprechen weit voraus und kann durch die Freude und Interesse am Hören geweckt und gefördert werden. Die Sensibilisierung für Hörreize kann die Bereitschaft zur aktiven Auseinandersetzung mit Geräuschen, Tönen, Lauten und Sprache wecken. Durch den spielerischen Umgang mit Sprache kann sich das Kind die Welt des Sprechens besser erschließen und seine Aussprache, Wortschatz und Satzbau weiter entwickeln. Dazu gehören:

  • Hör- und Akustikspiele
  • Geschichten hören und erzählen
  • Rhythmische Übungen wie Klatschen, Klopfen, Singen und Musizieren
  • Reime und Gedichte
  • Rollenspiele
  • Sprachbegleitende Spiele
  • Interviews


Sprachtherapie als individuelle Einzeltherapie
für Kinder mit Sprachauffälligkeiten, Sprachbehinderungen und mundmotorischen Störungen. Inhalte der Einzelförderung sind sprachtherapeutische Übungen mit unterschiedlichen Schwerpunkten, die den Kindern auf spielerische Art und Weise angeboten werden. Mögliche Schwerpunkte sind:

  • Mundmotorische Übungen
  • Übungen zur Lautbildung
  • Übungen zum richtigen Wortgebrauch
  • Übungen zum richtigen Satzgebrauch (Dysgrammatismus)
  • Übungen bei Störungen des Redeflusses
  • Übungen zur Stimmbildung und Atmung


Sprachförderung als Einzelförderung parallel zum Unterricht
​​​​​​​für Kinder, die beim Erlernen des Lesens und Schreibens einer besonderen Förderung bedürfen. Unterstützende Angebote sind:

  • Der Einsatz von Lauthandzeichen
  • Silbenlesen
  • Schreib- und Lesespiele
  • Computerlernprogramme

Sonderpädagogischer Dienst

Sonderpädagogischer Dienst

Bei Fragen zu unseren Angeboten im Rahmen des Sonderpädagogischen Dienstes können Sie sich gerne unter 07321 / 128333 bei uns melden.

Wir bieten Diagnostik - Beratung - Begleitung aus dem:

sonderpädagogischen Aufgabenbereich:

  • Diagnostik und Förderplanung im vorschulischen Bereich
  • Mitwirkung bei der Lernortbestimmung
  • Unterstützung bei der Planung und Umsetzung angemessener Lernsituationen, spezieller Lernhilfen etc. durch Diagnostik (auch Intelligenzdiagnostik), Verhaltensbeobachtung, Sozialanalyse und kooperative Förderplanung
  • Beratung von Eltern und Lehrkräften
  • Krisenintervention
  • Begleitung von Kindern mit sonderpädagogischem Förderbedarf an allgemeinen Schulen, Unterstützung bei Aufbau und Vernetzung von Hilfesystemen
  • Nachsorgende Unterstützung


bewegungsfördernden / therapeutischen Aufgabenbereich:

Bereich Physiotherapie

  • Diagnostik / Statuserhebung
  • Vermittlung von Techniken zur Bewältigung von Alltagssituationen von körperbehindertenspezifischen Erfordernissen (z.B. Treppenbewältigung, katheterisieren, Rollstuhltraining, Schwimmen, Erlernen von sportlichen Betätigungsmöglichkeiten)
  • Unterstützung in der Kooperation mit Institutionen, Ärzten, Krankenkassen, Firmen bei Antragstellung und Beschaffung von Hilfsmitteln
  • Hilfsmittelversorgung und Einübung zu deren angemessener Nutzung


Bereich Ergotherapie

  • Diagnostik / Statuserhebung von Alltagskompetenzen, Wahrnehmung (nach Ayres), Konzentration, Grafo- bzw. Feinmotorik
  • Adaption von Gebrauchsgegenständen / Arbeitsplatzgestaltung
  • Weiterführende Beratungen


Aufgabenbereich Unterstützte Kommunikation:

  • Entwicklungs-, Sprach-/Kommunikationsstanderhebung
  • Erprobung verschiedener Kommunikationsformen (z.B. grafische Symbole, Kommunikationstafeln, Gebärden, elektronische Kommunikationshilfsmittel)
  • Umfassende Beratung von Eltern, Einrichtungen, Schulen
  • Unterstützung in der Kooperation mit Institutionen, Ärzten, Krankenkassen, Firmen bei Antragstellung und Beschaffung von Hilfsmitteln und Begleitung der Umsetzung im Alltag

Beratungsstelle für Unterstützte Kommunikation

Beratungsstelle für Unterstützte Kommunikation

  • Wir diagnostizieren mit Ihrer Hilfe die Fähigkeiten Ihres Kindes, die für Unterstützte Kommunikation nützlich sein können.
  • Bei uns können Sie sich über verschiedene Kommunikationsformen informieren.
  • Bei uns können Sie verschiedene Kommunikationsformen ausprobieren.
  • Bei uns erhalten Sie Hilfen für die Entscheidung zu Kommunikationsformen.
  • Wir planen gemeinsam die Umsetzung von Unterstützter Kommunikation im Alltag.
  • Wir unterstützen Sie bei der Kooperation mit Institutionen, Ärzten und der Krankenkasse sowie bei der Beschaffung von Hilfsmitteln.


Ansprechpartnerinnen sind

​​​​​​​Anja Vollert und Elke Mehner
Sonderschullehrerinnen,
Beratung jeweils mittwochs nach telefonischer Vereinbarung
Tel. 07231 / 128 - 333

Sonderpädagogische Beratungsstelle für Kinder mit Körperbehinderungen

Sonderpädagogische Beratungsstelle für Kinder mit Körperbehinderungen

Die Beratungsstelle an der Anna-Bertha-Königsegg-Schule ist Ansprechpartner für Eltern, Einrichtungen und Ratsuchende in allen Fragestellungen, die in einem Zusammenhang mit körperlichen Beeinträchtigungen bei Kindern stehen.
 

  • Beratung von Eltern oder Kindergärten bei Fragen zur Eingliederung in einen Kindergarten:
    u. a. Allgemeiner Kindergarten oder Schulkindergarten für Behinderte / Unterstützungsbedarf / Gutachtenerstellung / Hilfestellung zur Kostenregelung
  • Beratung zu Fragen der Beschulung:
    u. a. Zurückstellung / Grundschulförderklasse / Grundschule / Sonderschule
  • Beratung von Erzieher/innen, Lehrer/innen bei Beratungsbedarf für Kinder mit Auffälligkeiten/Behinderungen im Bereich Motorik und/oder Wahrnehmung
  • Moderation in Konfliktfällen Elternhaus/Kindergarten oder Schule
  • Entscheidungshilfen für Einleitung von Umschulungsmaßnahmen
  • Beratung bei auftretenden Problemen in der Beschulung körperbehinderter Kinder (Hilfen / technische Hilfen / Kommunikationshilfen)


Die Beratung erfolgt kostenfrei. Ansprechpartner sind Herr André Sikavica, Sonderschullehrer, und Frau Simone Bloch-Schwaab, Sonderschullehrerin; Beratung nach telefonischer Vereinbarung Tel. 07231 / 128333.

Hilfsmittelversorgung

Hilfsmittelversorgung

Die Hilfsmittelversorgung umfasst die individuelle Beratung von Eltern und Mitarbeitern bezüglich des Erwerbs, der Erprobung und Anpassung von unterschiedlichsten Hilfsmitteln für das einzelne Kind.
Es wird besonderen Wert darauf gelegt die individuellen Bedürfnisse und Fähigkeiten des jeweiligen Kindes zu berücksichtigen und entsprechendes ganzheitliches Versorgungskonzept zu entwickeln. Die Hilfsmittelversorgung kann sowohl in der Schule als auch im Rahmen von Hausbesuchen stattfindet.

Der Versorgungsprozess erfolgt in intensiver Zusammenarbeit der Therapeuten mit Eltern, Ärzten, Krankenkassen, dem medizinischen Dienst sowie mit qualifizierten Rehabilitationsfachberatern und Orthopädie- (schuh)technikern. Mitarbeiter aus unserem Hause mit der Zusatzqualifikation "rehaKIND" garantieren ein optimales bedürfnisorientiertes Ergebnis.

Beispiel eines individuellen Hilfsmittelkonzepts

für ein Mädchen mit Spina bifida (Wirbelspalt, offener Rücken) und einem Lähmungsniveau unterhalb des achten Brustwirbels und daraus resultierenden extremen Deformitäten.

Therapeutisches Ziel des Versorgungskonzepts war es durch individuell angepasste Hilfsmittel unterschiedliche Lagerungs- und Positionierungsmöglichkeiten zu schaffen. Gleichzeitig soll es dem Mädchen ermöglicht werden ohne Einschränkungen am Alltag teilzunehmen.

Aufgrund ihrer starken Asymmetrie und ihres hohen Lähmungsniveaus und der daraus resultierend ausgefallenen Funktionen der Bein-, Bauch- und Rückenmuskulatur sind eine stabile Haltung und eine sichere Sitzbalance kaum möglich.

Die ausgeprägte Kyphoskoliose (seitliche Wirbelsäulenverkrümmung mit extremer Buckelbildung) im Lendenwirbelbereich stellte uns bei der Rollstuhlversorgung vor eine große Herausforderung. Das Mädchen benötigt viel Rumpfunterstützung und Korrektur um aktiv und schnell Rollstuhlfahren zu können, also eine Schalenversorgung. Sie ist knapp 1m groß und bringt nur 12 kg auf die Waage. Das bedeutet für Schalenkonstruktion und Material "sehr leicht und so viel wie nötig und so wenig wie möglich". Aus diesen Überlegungen entstand in Zusammenarbeit mit unserem Rehatechniker das Konzept der individuell angefertigten Carbon-Rückenschale in Kombination mit einem anatomisch geformten Sitzkissen. Diese ermöglicht in Kombination mit einer individuell angepassten Brustpelotte ihr eine stabile und sichere Sitzposition auch ohne Rumpfabstützung. Sie kann ihre Arme frei bewegen um den Rollstuhl anzutreiben.

Das Sitzkorsett ermöglicht eine gut korrigierte Sitzposition und Aufrichtung der Wirbelsäule. Montiert auf einem höhenstellbaren Adapter kann es an verschiedene Tischhöhen angepasst werden. Die Arme bleiben frei beweglich zum Hantieren am Tisch (zum Beispiel Schreiben in der Schule).

Die individuell angepasste Lagerungs-Stehschale kann sowohl in Rückenlage als auch zum Stehen eingesetzt werden. Der Gibbus (Buckel) ist in einen ausgefrästen Schaumstoffblock eingebettet. Die Rumpfkorrektur wird im Weichschaumverfahren bestimmt. Durch eine Holzplatte wird die Schale stabilisiert und kann dadurch auch als Stehschale eingesetzt werden.

Ein Rollbrett mit weich gepolsterter Auflage ermöglicht sowohl eine Entlastung der Wirbelsäule in Bauchlage als auch eine aktive Fortbewegung.

Außerunterrichtliche Angebote

Außerunterrichtliche Angebote

Wir bieten folgende außerunterrichtliche Aktivitäten an:

  • Schulübernachtungen
  • Schullandheimaufenthalte
  • Skifreizeiten
  • Rollstuhlsport
  • Schwimmwettbewerbe
  • Projektwochen
  • Schulfeste
  • Tage der offenen Türe
  • Elterntreffs


Wer neugierig geworden ist, findet unter ARCHIV jede Menge Fotos zu den einzelnen außerunterrichtlichen Angeboten!!!

Schulübernachtungen

Zur Vorbereitung auf das Schullandheim erproben wir den "Ernstfall" in der Schule, wo wir für eine oder zwei Nächte im Schulgebäude übernachten.
Die Ablösung von den Eltern stellt einen wichtigen Schritt in der Entwicklung aller Kinder dar. Umgekehrt ist es auch für Eltern wichtig, zu lernen ihr Kind loszulassen. Gleichzeitig haben diese die Möglichkeit, einen oder zwei Abende unbelastet und frei zu gestalten.

Schullandheimaufenthalte

"Eine Woche ohne Mama und Papa - endlich mal raus von zuhause" oder "Eine Woche ohne Mama und Papa - auch das will gelernt sein"!
Für Kinder ist dies oft der erste Urlaub ohne ihre Eltern. Zusammen mit ihren vertrauten Bezugspersonen verbringen sie eine Woche in der näheren oder ferneren Umgebung der Schule mit vielen gemeinsamen Unternehmungen.
Eltern geben ihr Kind nicht an unbekannte Personen, sondern an Lehrkräfte ab, die sie bereits vom Elternabend, Hausbesuch, Schulalltag oder kleinen Festen kennen. So haben Eltern die Möglichkeit, sich mehr auf sich selbst oder auf den Rest der Familie zu konzentrieren.

Skifreizeiten

Poetische Gedanken eines Neulings:

"Wir könnten doch mal den da fragen,
was er vom Wintersport so hält,
sagt lieber erst mal nichts vom "Tragen",
mal sehn` was dieser Kerl aushält!"

So oder ähnlich haben sie
mich dann tatsächlich drangekriegt,
zu einer Woche Monoski
nach Hindelang - wo Schnee hoalt liagt!

Ein bisschen hat man mich dann doch
aufgeklärt und Tipps gegeben,
wie`s zugehn` wird im Unterjoch,
"Da wirst du einiges erleben!"

Und was ich dort so hab erfahren,
möcht` ich im weiteren berichten,
ich sag`s gleich - bin gern mitgefahren,
Warum? - das will ich jetzt hier dichten.

Das Zwerchfell wurde nicht geschont,
und sicherlich auch nicht der Rücken,
so manches war man nicht gewohnt,
doch tat man`s ja aus freien Stücken.

Alles was Fuß und Räder hatte,
war dabei im Unterjoch,
stand jeden Morgen auf der Matte,
auch wenn er sich lieber im Bett verkroch!

Es wurde kräftig angepackt,
Kind, Ski, Rollis in` Bus hinein,
Die Läufer zum Haushang, los, zack, zack,
wir woll`n doch wieder pünktlich zum Essen da sein.

Während die einen sich schon am Haushang versuchten,
packten die andern das letzte Kind in den "Sack",
Noch die Flic Flacs - einige Leute fluchten,
denn mit Handschuh`n geht schwer zu so`n Anorak!

Kaum ein bisschen geschoben, gerutscht ...kam der Lift
Und den ersten zitterten schon die Knie,
ob der Typ mit dem Anker die Öse wohl trifft,
"oh, mein Gott, wir sind dran, nein, das schaff ich nie!

Nach ein paar Fahrten jedoch, man glaubt es kaum,
sah perfekt das schon aus, hebt zum Winken den Arm,
steht sicher, denkt man, doch aus der Traum,
ruuums - da liegt man und der ganze Schlepplift lahm!

Die Erfahrung, selbst in einem "Mono" zu sitzen,
ist was andres als auf zwei Brettern zu stehn`,
mit dem Teil kann man zwar auch den Berg runterflitzen,
aber die Beine werden kalt und danach kann man kaum gehn`.

Ob Groß oder Klein, es war `ne lustige Runde,
die Kinder vergnügten sich im Hauslabyrinth,
und die Erwachsenen genossen die späte Stunde,
Respekt, wer dann noch sein Zimmer find`!

Der Tag der Entscheidung, das "Rennen" war da,
jetzt konnt` jeder zeigen, was er/sie so kann,
kein Kind das ich ohne Startnummer sah,
Und eine Urkunde wirklich jeder gewann.

Der Abschluss - bunter Abend - das war ein Hit,
jeder tanzte, sang und war rundum froh,
macht`s gut, bis bald, bleibt weiter so fit,
Danke! Aber ehrlich, nach der Woche war ich K.O.

Rollstuhlsport

Die Rollstühle dicht nebeneinander im Kreis, die Oberkörper weit nach vorne gebeugt, ein Ruf und los geht's. Die 10 Kinder und Jugendliche flitzen auseinander und verteilen sich in der Turnhalle der Buckenbergschule. Ein Fangspiel beginnt. Geschickt werden Kurven gefahren, gebremst, um gleich wieder in eine andere Richtung starten zu können. Mit viel Spaß treiben die Kinder ihre Rollis an. Ehrgeizig und hoch motiviert geht es bei den Mannschaftsspielen zur Sache, bei denen erste taktische Grundlagen und Regeln des Mannschaftssports geübt werden.

Im Rahmen der Kooperation Schule-Verein (Para-Sport-Club e.V. Pforzheim) findet regelmäßig Rollstuhlsport statt. Die Teilnehmer sind Schülerinnen und Schüler unserer Schule (und auch einige "Ehemalige"). Betreut wird die Gruppe von einer speziell ausgebildeten Physiotherapeutin der Schule. Gemeinsam nehmen alle an Sportfesten und Rollstuhlbasketballveranstaltungen teil.

Termin: dienstags von 15.30 Uhr - 17 Uhr, Turnhalle der Buckenbergschule Pforzheim

Schwimmwettbewerb

Ein spannendes "Highlight" für alle Schwimmer unserer Schule ist der Grundschul- Schwimm- Wettbewerb im Emma-Jäger-Bad.

Jedes Jahr im Frühling treffen sich dort etwa 200 Grundschulkinder aus Pforzheim und dem Enzkreis, um sich als Staffel im Wettkampf zu messen. Schon Wochen zuvor beginnt das ehrgeizige Training der Staffelteilnehmer: Startsprung, Tempo, Ausdauer und der Kampf gegen die Nervosität am Start.

Jedes Kind lernt auf seine Art mit dieser neuen Leistungsdrucksituation umzugehen. Der ungeheuere Stolz auf die vollbrachte Leistung wirkt auch nach dem Wettkampf noch lange Zeit nach. Mit gestärktem Selbstbewusstsein fiebern die Sportler der nächsten Herausforderung entgegen.

Projektwochen

Hier ist Zeit und Raum, um im Mittelalter zu arbeiten und zu leben, Zirkusluft zu schnuppern, in die Märchenwelt einzutauchen oder ...
Hier sind die SchülerInnen für eine Woche mit anderen Kindern und Erwachsenen zusammen und lernen diese vielleicht von einer ganz anderen Seite kennen, entscheiden die SchülerInnen selbst, was sie tun möchten, können alle zeigen, was in ihnen steckt, ...

Schulfeste

"Das sind und können wir!" - Gelegenheit für Ausstellungen von Schülerarbeiten, Aufführungen, gemeinsame Spiele und Mitmachaktionen, Verkauf von selbst hergestellten Produkten - für Eltern, Omas und Opas, Freunde und Neugierige

Tage der offenen Türe

Wir stellen uns vor - mit allen Besonderheiten, die wir haben. Sie haben die Gelegenheit, sich über die Arbeit an unserer Schule zu informieren, sich auch mal in einen Rollstuhl zu setzen und sich so im Schulhaus fortzubewegen, sich mal ohne Lautsprache, dafür aber mit Gebärden oder Bildern zu verständigen, ...

Elterntreffs

Zwei Formen des Elterntreffs haben sich bei uns etabliert:

  • Elterngesprächsforum
  • Elternbasteln


Im Elterngesprächsforum unter Leitung der Sozialarbeiterin und der stellvertretenden Schulleiterin wird regelmäßig eine Austauschplattform für Eltern angeboten. Alle Eltern sind eingeladen und können hier unter einem zur Vertraulichkeit verpflichtetem Kreis alles an- und aussprechen, was Ihnen "auf den Nägeln brennt".

Beim Elternbasteln treffen sich Eltern regelmäßig in Eigenregie zu einer gemeinsamen Bastelrunde. Mit dem Verkauf der dabei entstandenen Produkte bereichern die Eltern nicht nur die Angebote bei Kaffeerunden oder Festen der Schule, sondern ermöglichen somit der Schule die eine oder andere Anschaffung.
Gleichzeitig stellt die Bastelrunde aber auch eine Möglichkeit dar, seiner Kreativität freien Lauf zu lassen, miteinander ins Gespäch zu kommen und sich ungezwungen auszutauschen.

 

 

Caritasverband Pforzheim

Blumenhof 6 
75175 Pforzheim

Telefon (07231) 128-0 
Telefax (07231) 128-110 
info (at) caritas-pforzheim.de 

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